MONOLITHISCHE MASSIVHOLZ-ELEMENTE FÜR DEN OBJEKTBAU

Mit DeepGreen zu bauen, bedeutet, Lösungen in leimfreier Massivholzbauweise zu finden.

Leimfreies Massivholz

REGIONAL.

Unser Massivholz besteht aus langsam gewachsenen Fichten und Tannen aus nachhaltig bewirtschafteten deutschen Forstbeständen.

Diese werden im Winter – der saftruhenden Phase – geerntet . Vor der Verarbeitung werden die Hölzer über Monate an der freien Luft gelagert, damit sich das Holz entspannen kann und somit die beste Grundlage für unser hochwertiges Bauholz bietet.

SLOW WOOD IS GOOD WOOD.

Erst wenn das langsam gewachsene und gereifte Holz, wir nennen es Slow Wood, seinen optimalen Verarbeitungszustand erreicht hat, wird das Rohholz mit Hilfe von modernster Computertechnik optimal zugeschnitten und zu Rohholzbrettern verarbeitet. Durch einen energieautarken Trocknungsprozess erreichen wir die gewünschte Restfeuchte von ca. 10 %.

BESTE HOLZQUALITÄT.

Aufgrund dieser Vorgehensweise und des geringen Feuchtigkeitsgehalts ist es besonders haltbar und bietet natürlichen Schutz vor Schädlingen und Pilzen – über Jahrzehnte und bei entsprechenden Bedingungen auch über Jahrhunderte hinweg. Als Resultat erhält man Massivholzelemente, die zu 100% naturbelassen, ohne Schutzanstriche oder sonstige Zusätze versehen sind. Auch Mondholz verwenden wir auf Wunsch gerne für Sie.

MODERNE TRIFFT TRADITION.

Die passgenau vorgefertigten – bis zu 2,90m x 8,60m großen – Wand- und Deckenelemente werden auf neuen CNC-Maschinen nach Ihren individuellen Plänen vorgefertigt. Die spezifizierten Geräte sind in der Lage auch komplexe Formen weitgehend automatisiert herzustellen. Lasergesteuert werden die Elemente verschraubt, zugeschnitten und passgenaue Fräsungen vorgenommen. a

ENERGIEAUTARKE HERSTELLUNG.

Ökologisches Bauen beginnt mit der umweltfreundlichen Fertigung. Bei der Produktion fallen keinerlei Abfälle an – sämtliche Holzreste werden für den eigenen geschlossenen Energiekreislauf verwendet. Die leim- und chemiefreie Verarbeitung der Hölzer, schließt Umwelt- oder Gesundheitsgefährdungen aus und ist im Vergleich zu der Produktion von Leimholz Elementen erheblich energiesparender.

 

Bauphysik

Niedrige Wärmeleitfähigkeit.

Massivholz-Elemente kombinieren niedrige Wärmeleitfähigkeit mit großer Masse und hoher Wärmekapazität und sind deshalb ideal für kalte Winter und heiße Sommer geeignet. Die anerkannte Wärmeleitfähigkeit von der Bauteile beträgt 0,087 W/(m*K).

Die Oberfläche von Holz erwärmt sich im Vergleich zu konventionellen Baustoffen, wie z. B. Kalksandstein oder Beton deutlich schneller. Die Wärme staut sich an der Oberfläche und dringt nur langsam in das Holz ein. In der Folge reichen kleinere Heizimpulse, um selbst abgekühlte Räume schnell auf eine behagliche Temperatur zu heizen.

Hohe Wärmespeichermasse.

Ein entscheidenender Vorteil der Massivholzbauweise liegt in seiner großen Wärmespeichermasse. Durch diese schützen unsere Bauteile vor schneller Auskühlung und Überhitzung und können auch extreme Temperaturen über mehrere Tage hinweg abpuffern. Die Phasenverschiebung einer 30,5 cm dicken Massivholz Wand beträgt 24 Stunden und die Amplitudendämpfung 111.

Die Amplitudendämpfung beschreibt, wie stark die Temperatur der inneren Oberfläche im Vergleich zur äußeren Oberfläche schwankt. Ein Wert von 10 bedeutet, dass die äußere Temperatur 10 mal stärker schwankt, als die Innentemperatur. Die Phasenverschiebung entspricht der Zeitspanne zwischen maximaler Außenwandtemperatur und maximaler Innenwandtemperatur. Ein Beispiel:

Außen schwankt die Temperatur an einem sehr heißen Tag (35 °C) und der darauf folgenden milden Nacht (15 °C) um 20 °C. Demnach schwankt die Temperatur auf der Innenseite lediglich um ein zehntel, spricht um 2 °C und das erst nach 24 Stunden!

Der dynamische U-Wert.

Eine Vergleichsstudie der ETH-Zürich zwischen massiven und leichten Holzwänden verdeutlicht den Vorteil der hohen Speichermasse durch den dynamischen U-Wert: dieser berücksichtigt den Wärmefluss durch ein Bauteil das auf der Außenseite typischen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht ausgesetzt ist.

Durch die hohe Speichermasse reagiert die Massivholzbauweise viel träger auf Temperaturschwankungen als die Leichtbauweise, welche fast keine Speichermasse besitzt. Somit pflanzt sich bei einer Leichtbauwand die Temperatur schneller ins innere fort und es muss durch zusätzliches Heizen bzw. Kühlen entsprechend gegengesteuert werden. Der statische U-Wert geht von konstanten (= statischen) Temperaturbedingungen auf beiden Seiten des Bauteils aus und berücksichtigt deshalb nicht den Wärmespeichereffekt.

Den Messungen der ETH-Zürich zufolge verbessert sich der dynamische U-Wert gegenüber dem statischen um knappe 27 % und zeigt wie wichtig der Wärmespeichereffekt wirklich ist. Eine Massivholz Wand mit einem (statischen) U-Wert von 0,24 hat dementsprechend einen dynamischen U-Wert von 0,18!

Die Bauteile sind diffusionsoffen, μ-Wert = 20 / 50. Deshalb besteht bei unseren einstofflichen Außenwänden keine Gefahr von Tauwasserausfall im Bauteilinneren. Im Gegensatz zu konventionellen diffusionsdichten Bauweisen, sparen Sie den größten Anteil am Lüftungsbedarf, welcher allein der Regulierung der Raumluftfeuchtigkeit geschuldet ist. Die natürliche Regulierung der Luftfeuchtigkeit von Massivholzbauteilen wirkt sich positiv auf die Raumluftqualität und dementsprechend auf das Wohnraumklima aus.

Die Massivholz Elemente werden mit einer Ausgleichsfeuchte von 12 % ±1 % geliefert und unterliegen deshalb während der sachgemäßen Nutzungsphase keinen nennenswerten Quell- bzw. Schwindverformungen. Zudem erhöhen die kreuzweise verlegten Brettlagen, welche durch Holzschrauben verbunden sind, die Formstabilität der Bauteile. Die sichtbare innenliegende Decklage wird durch zusätzliche rückwärtig gefräste Schlitze verbessert, die etwaige Verformungen der Decklage kompensieren und somit eine schöne, gleichmäßige Wandfläche garantieren.

Durch die Nut- und Federpassung der innenliegenden Decklage und die kreuzweise verlegten Brettlagen sind die Elemente Luftdicht (Luftdichtheitsprüfung PDF).

Die Winddichtigkeit der Außenbauteile wird zum Beispiel durch eine außenliegende 2,0 cm dicke Holzweichfaserplatte oder eine Winddichtungsfolie erreicht.

Dauerhaft.

Holz ist bekannt als dauerhafter Baustoff, sowohl an der Luft, als auch unter Wasser. Über den Globus verteilt stehen zahlreiche zum Teil mehrere Jahrhunderte alte Massivholzhäuser ohne Leim- und Stahlverbindungen, die viele Stürme und Erdbeben überdauert haben. Die Unterwasserpfahlgründungen in Venedig oder Hamburg zeigen, dass Holz auch unter Wasser nicht altert.

Erdbebensicher.

Die Holzschraube schafft einen hochfesten aber keinesfalls starren Verbund zwischen den Brettlagen. Dadurch können selbst ruckartige Belastungen wie Erdbeben aufgenommen werden, ohne die Integrität der Bauteile nachhaltig zu zerstören.

Vorbemessung.

Durch die horizontal, diagonal und vertikal verschraubten Brettlagen sind die Bauteile ausgesteift. Deshalb nehmen di Bauteile alle Lasten mit ihrem kompletten Querschnitt auf. Demzufolge ist die optimale Verteilung der Lasten auf jede einzelnde Brettlage gewährleistet.

Tabellen und Diagramme zur Vorbemessung finden Sie im Statik-Abschnitt in unserem Workbook.

Tragfähig.

KIT Untersuchung der NUR-HOLZ Elemente.

Wir haben unsere Elemente vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf ihr Tragverhalten prüfen lassen (Prüfbericht PDF). Das Ergebnis ist ausgezeichnet! Unsere verschraubten Massivholzbauteile sind zum einen enorm tragfähig, sodass auch Hochhäuser ohne Probleme realisiert werden können. Zum anderen sind sie sehr elastisch (siehe Abbildung oben) und können große Verformungen ohne bleibende Schäden aufnehmen.

HOLZ ALS BRANDSCHUTZ? NUR AUF DEN ERSTEN BLICK EIN WIDERSPRUCH.

Prof. Karsten Tichelmann, TU Darmstadt erklärt in 3 min. das weltweit einzigartige Brandschutzkonzept des Woodcubes, welches den Geschossbau revolutioniert hat.

Sicher, Holz brennt gut – da wo es angebracht ist, im Kamin zum Beispiel. Aber wer schon einmal versucht hat, dicke, massive Holzscheite anzuzünden, wird sich eher die Finger verbrannt haben als das Holz. Massivholz-Elemente weisen selbst ohne Brandriegel, oder Kapselung mit einer Abbrandrate von nur 0,7 mm/min. einen hervorragenden Brandschutzwert auf. Im Vergleich zu konventionellen Bauweisen ist die Widerstandsfähigkeit gegen Feuer wesentlich höher. Eine herkömmliche Ziegelwand nimmt die Hitze eines Feuers sofort auf und leitet sie weiter. Tapeten, Stoffe etc. können dadurch schnell entflammen. Massivholz-Elemente leisten bei einer Stärke von 30,5 cm bis zu 140 Minuten Feuerwiderstand. Erst nach ca. 120 Minuten Beflammung ist auf der Rückseite eine nennenswerte Temperaturerhöhung spürbar.

HOLZ HAT DIE WUNDERBARSTEN AKUSTISCHEN EIGENSCHAFTEN.

Weniger Hall.

Nicht erst Stradivari hat erkannt, dass qualitativ hochwertiges Holz Schallwellen in bezaubernde Töne verwandelt. Sondern auch moderne Konzert- und Hörsäle nutzen die angenehm schalldämpfenden Eigenschaften von Holz. Auch in den reinen Holzräumen unserer Projekte hallt es kaum. Die weichen Holzoberflächen fangen Tonschwingungen sanft aufu und isolieren Außengeräusche. Gerade in den beliebten offen gestalteten Wohn- und Arbeitsbereichen wirkt sich diese Eigenschaft positiv auf die Raumatmosphäre aus – ebenso wie in Objektbauten, wie Schulen oder Hotels.